Montag, 14. November 2022

  Wasser ist nicht nur Wasser!


 

Abbildung 1: Titelbild https://www.timmermann-und-partner.de/fachvortrag-wasser-ist-nicht-gleich-wasser/ (27.10.2022)

 

Einleitung 

Wasser stellt die Basis der Lebensmittelpyramide dar. Demnach ist Wasser ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Doch warum steht Wasser einer solch hohen Priorität? Wofür wird Wasser benötigt? Kann man zu viel oder zu wenig davon konsumieren? Und wenn ja, welche Folgen entstehen dadurch? Diese Fragen werden im Folgenden geklärt. 

 

Warum wird Wasser als grundlegendes Nahrungsmittel angenommen? Wofür wird Wasser benötigt? 

Abbildung 2: Lebensmittelpyramide https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/ernaehrung/empfehlungen-informationen/schweizer-lebensmittelpyramide.html (26.10.2022)

Der menschliche Körper besteht zu 70 % des eigenen Körpergewichts aus Wasser. 

Benötigt wird das Wasser für: 

  • Organe wie Haut, Niere, Darm und Atmung
  • Vermeidung von Dehydration 
  • Lebensnotwendige biochemische Reaktionen, da diese in wässriger Lösung stattfinden.
  • Beeinflussung biologischer Funktionen durch die Säure-Base Eigenschaft
  • Regulation der Körpertemperatur


Wie viel Wasser wird im Körper allgemein benötigt? 

Empfohlen werden pauschal ein bis zwei Liter am Tag. So einfach ist es jedoch leider nicht ganz. Der tatsächliche Wasserkonsum ist abhängig von mehreren Faktoren (Geschlecht, Gewicht, Alter, Außentemperatur, körperliche Aktivitäten). Die Trinkmenge sollte also ungefähr betragen (in Relation zum Körpergewicht): 

  • Säuglinge: 10-20 % 
  • Erwachsene: 3-4 % 

Dabei zählt nicht nur die reine Aufnahme von Wasser, sondern auch der Konsum von anderen Flüssigkeiten, z.B. Kaffee oder Tee. 

 

Kann man zu viel oder zu wenig Wasser konsumieren? 

Trinkt man zu viel Wasser, so kann dies zu einer Hyperhydratation führen. Unter Hyperhydratation versteht man eine Art „Wasservergiftung“, wobei dem Körper die notwendigen Mineralien entzogen werden. Dies funktioniert nach dem Prinzip der Osmose. Symptome einer solchen Wasservergiftung lassen sich als Hirnödem (Wassereinlagerungen im Hirngewebe), Atem- & Bewusstseinsstörungen und viele weitere beschreiben.

Trinkt man zu wenig Wasser, so kann dies zu einer Dehydration führen. Unter einer Dehydration versteht man einen Flüssigkeitsmangel, der selbst sehr schnell wahrgenommen werden kann. Dieser entsteht, wenn der Körper mehr Flüssigkeit abgibt, als aufgenommen wird. Dehydration äußert sich durch ein Durstgefühl, Müdigkeit, Kopfschmerzen, dunkel gefärbter Urin, trockene Schleimhäute, Konzentrationsstörung und so weiter. 

 

Was passiert, wenn irgendwann kein Wasser mehr zur Verfügung stehen sollte? 

Eine Alternative zu unserem wichtigsten Nahrungsmittel könnte Ammoniak sein. Die Umsetzung ist aber hier leider nicht ganz einfach. Es wäre mit vielen lebensverändernden Aspekten verbunden. Zum Beispiel läge die Umgebungstemperatur dann zwischen -78° und -33° Celsius, da Ammoniak bei diesen Temperaturen den Gaszustand „flüssig“ erreicht. Außerdem müssten wir unserer Vererbungssystem anpassen, da die DNA ihre Funktion verlieren würde. Dies hätte im Allgemeinen zur Auswirkung, dass alle Prozesse und Bewegungsabläufe nur noch deutlich verlangsamt durchgeführt werden könnten, da mehr Energie für den jeweiligen Prozess benötigt werden würden. 

Weiterführende Gedanken könnt ihr unter: 

https://www.geo.de/wissen/weltall/23262-rtkl-bewohnte-planeten-wie-leben-ohne-wasser-moeglich-waere(27.10.2022)

Eine weitere Alternative ist unter folgendem Link zu finden: 

https://www.swr.de/wissen/1000-antworten/kann-es-leben-ohne-sauerstoff-und-wasser-geben-100.html(27.10.2022) 

  

Fazit

Wie wir anhand der Alternativen erkennen können, ist es nicht einfach auf die Lebensgrundlage Wasser zu verzichten, daher sollten wir sorgsam und verantwortungsbewusst mit der Ressource umgehen. Jedoch sollte auch das Trinken nicht vernachlässigt werden, um gesundheitliche Risiken auszuschließen.  

 

Liebe Grüße, 

Vanessa und Lisa 


Quellen:

Markl, J. (2019). Purves Biologie (10. Aufl.) Berlin: Springer Spektrum. 

Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (2016). Verfügbar unter: 

https://www.lzg-rlp.de/de/event/der-fluessigkeitshaushalt-kann-man-auch-zu-viel-trinken-16.html (25.10.2022) 

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. 

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. (2021). Verfügbar unter: 

https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/ernaehrung/empfehlungen-informationen/schweizer-lebensmittelpyramide.html (26.10.2022)

https://www.geo.de/wissen/weltall/23262-rtkl-bewohnte-planeten-wie-leben-ohne-wasser-moeglich-waere(27.10.2022)

https://www.timmermann-und-partner.de/fachvortrag-wasser-ist-nicht-gleich-wasser/ (27.10.2022)

Freitag, 11. März 2022

Corona-Pfunde: Bewegungsmangel und Übergewicht in Zeiten der Pandemie

 

Corona-Pfunde:  

Bewegungsmangel und Übergewicht in Zeiten der Pandemie  

→ Blogbeitrag von Xenia Wahl












[i]

Etwa jedes siebte Kind in Deutschland war 2018 zu dick oder sogar fettleibig (KiGGS Welle 2)[ii] – und die Zahlen steigen.

Die Coronapandemie zwang Familien in ihre Wohnungen - Schulen waren geschlossen, Kontakte massiv beschränkt, Sport im Verein und das Spielen auf dem Spielplatz untersagt. Neben dem Homeschooling verbrachten viele Kinder zunehmend mehr Zeit vor dem Fernseher, am Tablet und am Computer. Und damit kamen für viele Kinder auch die Kilos.

Schon vor Monaten machte eine Studie aus Italien auf diesen Trend aufmerksam. Vor allem bereits übergewichtige Kinder ernährten sich im pandemiebedingten Lockdown deutlich schlechter, verbrachten mehr Zeit vor Bildschirmen und bewegten sich noch weniger.

Sehr vielen Kindern fehlten in dieser schwierigen und unsicheren Zeit feste Strukturen durch Kita, Schule und Vereine, dies zeigt auch die vom Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) veröffentlichte Studie mit dem Titel “Homeschooling und Gesundheit 2020” der pronovaBKK. Fast 60 Prozent der 150 befragten Kinderärzt*innen sagten, die Kinder hätten während des Lockdowns zu wenig Sport betrieben und viele Patienten hätten zugenommen.[iii]

Mit zunehmender Datenlage bestätigt sich nun die ungute Vermutung, dass viele Kinder während der Corona-Krise tatsächlich deutlich und vor allem dauerhaft an Gewicht zugenommen haben. Dies kann schwerwiegende Langzeitfolgen haben, viele adipöse Kinder leiden im Erwachsenenalter an kardiovaskulären Erkrankungen wie Hypertonie, oder auch an Insulinresistenzen, sowie psychischen Erkrankungen wie Depressionen. Ein Risiko, das schon vor Corona bereits 15 Prozent der Kinder in Deutschland, aufgrund ihres zu hohem Gewicht, betraf.

Insbesondre Kinder aus sozial benachteiligten Familien, die ohnehin schon wenig Bewegung haben oder viel Zeit mit Medienkonsum verbringen, scheinen in der Pandemie besonders gefährdet zu sein. Ca. ¼ der Kinder aus bildungsfernen Haushalten haben deutlich zugenommen[iv], das sind auch die Kinder, die die größten Probleme haben werden die unerwünschten Kilos wieder los zu werden. In den Familien, in denen die Eltern oft schon überfordert sind und gar nicht den Zugang zu Hilfsangeboten haben, wird es besonders herausfordernd - an diesen Stellen müssen wir auch in unserer Rolle als Lehrkräfte noch genauer hinschauen .



Auch Untersuchungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) setzten sich mit der Aktivität von Kindern und Jugendlichen während der Pandemie auseinander. Während im ersten Lockdown die Aktivität zunahm und teils bereits von einer „Revolution der Straßen-Kindheit“ gesprochen wurde, konnte in der zweiten Studie eine massive Abnehme der Alltagsaktivität festgestellt werden. Diese sank von gut 107 Minuten, vor dem Lockdown, auf grade einmal 61 Minuten im zweiten Lockdown, während die Bildschirmzeit in der Freizeit von 133 auf 222 Minuten anstieg (Bildschirmzeit beim Homeschooling ist hierbei nicht berücksichtigt). Auch Wissenschaftler des ifo-Institutes bestätigen die massive Zunahme an verbrachter Zeit vor Smartphone, TV und Co. [vi]





[v]                                                                                                                                                                          

Doch auch mit dem Ende des Lockdowns und den Wiedereröffnungen der Schulen hat sich die Lage nur teilwiese entspannt. Viele Vereine bleiben weiterhin geschlossen oder bieten nur ein eingeschränktes Programm an, unbeschwertes Spielen auf dem Schulhof ist an vielen Schulen bis heute nicht möglich und auch der Sportunterricht – im Fall, dass er überhaupt stattfindet, wird von der anhaltenden Pandemie weiterhin stark beeinflusst.

Die Herausforderungen beim Anbieten von Bewegungsangeboten während Corona sind auch Dr. Burkhard Rodeck, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, bekannt. “Das oberste Ziel, nämlich die Pandemie einzudämmen, ist nicht infrage zu stellen. Die Frage aber ist, unter welchen Bedingungen sind welche Maßnahmen sinnvoll und zumutbar.”[vii] so die Meinung des Mediziners.

Ähnlich äußert sich auch die Kinderärztin Kerstin Holze: „Kindheit findet jetzt statt (…) Das ist nichts, was wir am Ende der Pandemie einfach nachholen können. Es ist unsere Pflicht, die Bedingungen für ein bewegtes Aufwachsen zu schaffen.“ [viii]

 

o   Was sind eure Gedanken zu diesen Daten?

o   Könnt ihr euch erklären warum es zunächst zu einer Erhöhung der Aktivität kam und im zweiten Lockdown dann zu der massiven Abnahme kam?

o   Konntet ihr selber eine Veränderung der Aktivität bei Schüler*innen oder bei euch selbst feststellen?

 

                                                                                                                                     [ix]

Noch zum Abschluss ein kleiner Exkurs in die Praxis: Viele Schulen, wie auch die SOS des Haus Nazareths in Sigmaringen, sind schon kreativ geworden um die Kinder wieder zur Bewegung zu motivieren.

o   Was haltet ihr von Ideen wie dem Fitnessraum für Schüler*innen und Lehrer*innen?

Ich freue mich auf den Austausch mit euch.